LÄUSE


Kopfläuse (Pediculus humanus capitis) werden 2 bis 3,5 mm groß und befallen den Kopf
speziell am Hinterkopf und im Nackenbereich.
 
Läuse sind Klammergreifer, mit Hilfe ihrer Klammerbeine verankern sie sich fest im Haar.

Die Entwicklung der Kopfläuse führt vom Ei- über das über das Nymphenstadium (Nissen)
zu geschlechtsreifen Läusen und dauert je nach Umgebungstemperatur bis zu vier Wochen.
Läuse leben circa 15 bis 40 Tage, Männchen kürzer als Weibchen.
 
Sie erreichen einen neuen Wirt durch rasches Überkrabbeln. Für eine direkte Übertragung
braucht es aber mehr als nur einen kurzen Haut- oder Haarkontakt. Das Meiden von engem
Körperkontakt ist daher die wichtigste Vorbeugung.

Läuse saugen das Blut mit Hilfe ihrer Mundwerkzeuge. Ihr Speichel wirkt lokalanästhetisch
und enthält  Allergene. Das führt meistens zu intensivem Juckreiz und Rötungen auf der
Kopfhaut. Läuse sind auf regelmäßige “Mahlzeiten” angewiesen. (3 - 5 mal täglich).
Ohne Blutmahlzeit überleben Kopfläuse nur Stunden bis wenige Tage. Sie können sich nicht

mehr vermehren und verhungern.

Eine Laus legt in ihrer Lebensspanne ca. drei bis fünf Eier täglich. Man bezeichnet sie als Nissen
oder Nymphen. Ungeschlüpfte Eier sind grau bis dunkelbraun, nach dem Schlüpfen bleibt eine
weißlich durchsichtige Eihülle zurück. Die Eikapsel ist mit einem Deckel verschlossen, in dem sich
die Atemöffnungen befinden. Ihre Hülle aus Chitin verleiht den Läuseeiern einen besonders guten
Schutz gegenüber Umwelteinflüssen und Insektiziden.

Die Läuse kleben ihre Eier eng an der Kopfhaut an die Haare, durch das Haarwachstum
wandern sie von der Kopfhaut weg. Sie haften durch ein wasserunlösliches Sekrets sehr
fest am Haar. Nissen kann man nicht durch Haarewaschen oder einfaches Auskämmen
entfernen.
 
Sowohl niedrige als auch hohe Temperaturen schädigen die Läuse, sie brauchen
eine Temperatur von ca. 28°C bis ca. 32°C. Bei hohen Temperaturen trocknen sie aus,
niedrige Temperaturen unterbrechen den Lebens- und Fruchtbarkeitszyklus.
 
KOPFLÄUSE SIND GEGEN GÄNGIGE LÄUSEMITTEL RESISTENT

Lausige Zeiten: Kieler Forscher haben jetzt nachgewiesen, was verzweifelte Eltern und
behandelnde Kinderärzte bereits lange vermuten: Chemische Läusekuren versagen deswegen
so häufig, weil die Blutsauger eine Resistenz durch eine Genmutation gegen gängige
Behandlungsmittel entwickelt haben. Quelle: WELT ONLINE - Wissenschaft
 
NEEMÖL

Neemöl (auch Niemöl der Nim) wird im Kaltpressverfahren aus dem Samen des Neembaums
(Azadiracta Indica, “der Freie Baum”) gewonnen. Neem, auch Niem oder Nim genannt, ist ein
schnellwachsender, genügsamer Baum, der ursprünglich im indischen Subkontinent heimisch war.
Der immergrüne Baum gehört zu den Mahagonihölzern und gilt in Indern als heilig.
 
Seit Jahrhunderten nutzen indische Bauern Blätter und Samen des Neem-Baumes als natürliches
Pflanzenschutzmittel. Die Pflanze produziert ein Öl, das andere Nutzpflanzen vor dem Befall durch
Pilze und Insekten schützt, Menschen aber nicht schadet. Zubereitungen aus Blättern, Rinde,
Wurzeln und Blüten werden in der ayurvedischen Medizin verwendet.
Neem gilt als ausgleichend, kühlend und trocknend.
 
Zubereitungen gegen Entzündungen, Schmerzen, Verbrennungen und Virus-Infektionen und zur
Blutreinigung sind bekannt. Schon in alten Aufzeichnungen ist die Verwendung von Neemmitteln
beschrieben. Labortests und klinische Studien bewiesen, dass Neem gegen viele Pilze, Bakterien
und zu einem gewissen Grad auch gegen Viren wirkt.
 
Wegen seiner schnellen Aufzucht auch in trockenen Gebieten wird der Baum immer mehr in der
Entwicklungshilfe eingesetzt. Aus Holz, Rinde, Ästen, Blättern und den Samen des Baumes werden
Medikamente, Mittel zur Körperpflege, zum Pflanzenschutz, gegen Mücken und Parasiten bei
Mensch und Tier hergestellt.

In Asiens, Lateinamerikas und Afrikas  wird  Neem in der Landwirtschaft und im Gartenbau verwendet.
Die universelle, kräftigende und Krankheiten abwehrende Wirkung wird genutzt, um die Erträge zu
erhöhen. Neemsamen und der Presskuchen der bei  Ölherstellung entsteht, wird als Dünger und zur
Abwehr von Schädlingen verwendet.
 
TEEBAUMÖL
 
Teebaumöl wird durch Wasserdestillation aus den Blättern und Zweigen des australischen Teebaums
(Melaleuca alternifolia) gewonnen wird. Der Hauptwirkstoff des Öls ist Terpinen-4-ol.

Teebaumöl wurde schon von den australischen Ureinwohnern  bei offenen Wunden, Hautinfektionen,
Erkältungskrankheiten, Zahnfleischentzündungen und bei Läusebefall verwendet.
Auch die europäischen Einwanderer benutzten Teebaumöl, z.B. war es ein wichtiger Bestandteil aller
Erste-Hilfe-Ausrüstungen der in den Tropen stationierter australischen Truppen während des Zweiten
Weltkrieges.
 
Teebaumöl findet aufgrund seiner antiseptischen, bakteriziden und fungiziden Wirkung Verwendung
in der Dermatologie (in der Therapie von Akne, Schuppen und Schuppenflechte, Pilzerkrankungen,
Dellwarzen) sowie bei Muskelschmerzen, offenen Wunden, Rheuma, Raucherhusten und Krampfadern.

Teebaumöl wird in vielen dermatologischen Präparaten verwendet: in Shampoos, Hand- und Körper-
cremes (besonders bei unreiner Haut, wie Akne), in Deodorants, Badezusätzen, Seifen, Zahnpasta,
Mundwässern. Bei Anwendungen im Mundraum muss Teebaumöl sehr stark verdünnt werden.
Die Konservierung von vielen kosmetischen Produkten ist mit Teebaumöl möglich.